ADC Advanced Datacommunication Consulting AG
Folienkondensatoren für die Leistungselektronik, Blindleistungskompensation, Motoren und Leuchten
 
Begriffe Kondensatoren
    Nennspannung UN
Maximal zulässiger Effektivwert von sinusförmiger Wechselspannung im Dauerbetrieb.
Die Nennspannung der in den Datentabellen aufgeführten Kondensatoren darf - auch im Falle von Fehlfunktionen - nicht überschritten werden. Es muss auch beachtet werden, dass Kondensatoren in verdrosselten Anlagen aufgrund der Serienschaltung von Drossel und Kondensator einer höheren Spannung als der Netznennspannung ausgesetzt sind. Dementsprechend ist für verdrosselte Kondensatoren eine höhere Nennspannung zu wählen. (siehe UC im Gesamtkatalog)
 
    Nennleistung QC
Blindleistung, die sich aus den Nennwerten von Kapazität, Frequenz und Spannung ergibt.
 
 
Eigeninduktivität
Summe aller induktiven Bestandteile, die konstruktionsbedingt in jedem Kondensator enthalten sind (externe Anschlüsse, innere Verschaltung, usw.)
  Hoher Effektivstrom Imax
In der Leistungselektronik entspricht die Angabe Imax dem maximalen Effektivstrom, welcher dauerhaft auftreten darf. In der Blindleistungskompensation ist der Effektivstrom angegeben als IN und muß dabei eine zusätzliche Reserve von mindestens 30% beinhalten, welche Kapazitäts- und Spannungstoleranzen sowie zulässigen Oberwellenbelastungen Rechnung trägt.
  Hoher Effektivstrom Irms
Die Kondensatoren dieser Baureihe eignen sich besonders für Anwendungen mit sehr hohen Effektivströmen.
rms, Effektivwert: ("Quadratwurzel aus der Summe der Quadratwerte")
  Istoss Stossströme, Stromstösse
Stossspitzenstrom IS, der vereinzelt kurzzeitig im Störungsfall auftreten darf. In unseren Datenblättern und Katalogen geben wir einen Maximalstrom an, welcher bis zu 1000 mal mit einer Höchstdauer von jeweils 50 ms auftreten darf. Unsere Kondensatoren für Blindleistungskompensation und dreiphasigen Filterkondensatoren sind, je nach Bauform und Nennspannung, für kurzzeitige Einschaltspitzenströme zwischen 100…400 x IN geeignet.
    Dreieckschaltung
Dreiphasiger Kondensator; die drei Kapazitäten sind intern im Dreieck verschaltet.
 
    Überdrucksicherung
Der Break Action Mechanism (BAM) besteht aus einer Sollbruchstelle in einem, oder mehreren Anschlussdrähten. Bei einem Überdruck im Kondensator verlängert sich das Gehäuse durch das Öffnen der gestauchten Sicke bzw. Wölbung des Metalldeckels und die Stromzufuhr zu den Kondensatorwickeln wird an den Sollbruchstellen irreversibel unterbrochen. Es ist zu beachten, dass dieses Sicherungsprinzip nur innerhalb der zulässigen Be- und Überlastungsgrenzen zuverlässig wirken kann und dass genügend Platz für die Verländerung des Gehäuses vorhanden sein muss.
 
  Druckschalter
Bei spannungsmäßiger oder thermischer Überlastung bzw. am Ende der Lebensdauer kann es zum Versagen der Selbstheilung kommen und ein Überdruck im Kondensator entstehen. Um ein Bersten der Gehäuse zu verhindern, sind die Kondensatoren generell mit einem Überdruck-Signalschalter (öffner) versehen. Dieser ermöglicht die externe Überwachung und ggf. Abschaltung der Kondensatoren über externe Vorrichtungen. Es ist zu beachten, dass der Überdruckschalter nur innerhalb der zulässigen Belastungs- und Überlastungsgrenzen zuverlässig wirken kann.
    Selbstheilendes Dielektrikum
Im Falle eines Kurzschlusses (Spannungsdurchschlag im Dielektrikum) verdampfen die Metallbeläge um den Durchschlagspunkt herum aufgrund der Temperatur des Lichtbogens, der sich zwischen den Elektroden bildet. Innerhalb weniger Mikrosekunden wird der Metalldampf durch den beim Durchschlag entstehenden Überdruck vom Zentrum des Durchschlages weggedrückt. Auf diese Weise bildet sich eine belagfreie Zone rings um den Durchschlagspunkt, wodurch dieser vollständig isoliert wird. Der Kondensator bleibt während und nach dem Durchschlag voll funktionsfähig.
 
  Hohen Umgebungstemperaturen
Die Kondensatoren der E64 Reihe sind nach den selben Designprinzipien ausgelegt wie E62, jedoch besonders auf den Einsatz bei hohen Umgebungstemperaturen abgestimmt: sie kommen mit Hotspot-Temperaturen von bis zu 100°C zurecht.
  Lebensdauer
Gesamtdauer des Kondensatoreinsatzes bei einer Kapazitätsabweichung von nicht mehr als -3%...-10% vom Ausgangswert, oder bis zu einem Ausfall; normalerweise in Stunden angegeben. Die Lebensdauer eines Kondensator kann schwanken in Abhängigkeit von externen Faktoren (Einsatzbedingungen: Spannung, Strom, Temperatur, Feuchtigkeit, usw.) sowie von internen Faktoren (Material, Technologie). Vgl. auch "FIT-Rate" und "Zuverlässigkeit".
    Berührungssicherheit
Alle Kondensatoren werden gemäss ICE 60831 100%ig der Isolationsprüfung zwischen kurzgeschlossenen Anschlüssen und Gehäuse mit einer Prüfspannung UBG > 2 × UN + 2000V (mindestens jedoch 3000V) unterzogen. Trotzdem sind zugängliche Kondensatoren mittels des Bodenbolzens oder einer Metallschelle zu erden.
Das Anschlusselement der Bauformen K, L und M weist einen Schutzgrad IP20 auf, d.h. es ist vor Berührung mit dem Finger geschützt, so dass spannungsführende Teile nicht berührt werden können. Die Entladebaugruppen (siehe Gesamtkatalog) sind ebenfalls in diesen Berührungsschutz einbezogen. Ungenutzte Kontaktkäfige der Anschlusselemente in der Bauform M sind mit einem passenden Deckel abzudecken.
 
  Trockenkonstruktion
Kondensatoren gefüllt mit nicht-flüssigen Materialien wie Gas oder festes Harz. Nicht zu verwechseln mit Kondensatoren in "Trockentechnologie", welche ein trockenes Dielektrikum (nicht-imprägnierte Wickel) aufweisen, jedoch mit einer Isolierflüssigkeit wie Öl, Harz oder Gel gefüllt sein können.
  Trockenkonstruktion
Beliebige Montagelage möglich.
  SINECUT™
Die Verbindung zwischen Folie und Stirnkontaktschicht wird bei hohen Stoss- oder Effektivströmen ausserordentlich hoch belastet und gilt als besonders kritisch für Lebensdauer und Funktionssicherheit des Kondensators. Diese relative Belastung reduzieren wir bei ausgewählten Typen, indem wir durch wellenförmiges Schneiden der Folienbahnen die Auflagefläche der Stirnkontaktschickt vergrössern. Mit SINECUT hat ELECTRONICON eine eigene optimierte Lösung geschaffen und die Stromfestigkeit gegenüber herkömmlichen Wellenschnittmethoden um mehrere Prozent verbessert.
    Umweltverträglichkeit
Die Kondensatoren enthalten kein PCB, keine Lösemittel, oder sonstige giftige oder verbotene Stoffe, keine gefährlichen Inhaltsstoffe gemäss Chemikalien-Verbotsverordnung (ChemVerbotsV), Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und Bedarfsgegenstände-Verordnung(BedGgstV).
Sie stellen kein Gefahrgut im Sinne der Transportvorschriften dar. Es ist keine Kennzeichnung nach Gefahrstoffverordnung erforderlich. Sie unterliegen nicht der TA-Luft und auch nicht der Verordnung für brennbare Flüssigkeiten (VbF). Sie sind eingestuft in die WGK 0 (Wassergefährdungsklasse Null, im Allgemeinen nicht wassergefährdend).
Bei sachgemässer Anwendung gehen vom Produkt keine Gesundheitsgefahren aus. Bei Hautkontakt mit dem Kondensatorfüllmittel sind die betroffenen Hautpartien mit Wasser und Seife zu reinigen.
 
    Alle ab 01.01.2006 gefertigten Kondensatoren sind mit bleifreiem Lötzinn gearbeitet.  
       
         

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